Betriebsrat ab Tag 1
In mitbestimmten Betrieben beziehen wir den Betriebsrat ab der ersten Diskussion ein — vor dem Rollout, nicht danach. § 87 BetrVG in der Praxis, kein Goodwill. Wenn der Betriebsrat nicht eingebunden wird, kommen wir nicht.
Wir wissen: KI-Einführung scheitert selten an der Technik und fast immer an der Frage „Wer redet mit?". Vier Versprechen, an denen wir gemessen werden wollen. Geschrieben für Betriebsräte, Gewerkschaftssekretär:innen, Personalleitungen und alle, die mit am Tisch sitzen, wenn ein Mittelständler KI einführt.
Nicht „mitarbeiterfreundlich" als Etikett, sondern als Position. Diese vier Sätze stehen auch im Standard-Retainer-Vertrag — nicht nur auf dieser Seite.
In mitbestimmten Betrieben beziehen wir den Betriebsrat ab der ersten Diskussion ein — vor dem Rollout, nicht danach. § 87 BetrVG in der Praxis, kein Goodwill. Wenn der Betriebsrat nicht eingebunden wird, kommen wir nicht.
Wir bauen keine Tools, die individuelle Mitarbeiter-Performance, Login-Zeiten oder Nutzungs-Verhalten auf Personen-Ebene tracken. Anonymisierte Team-Aggregate ja — Personen-Profile nie. Vertraglich zugesichert.
Wenn der Betriebsrat unsere Methode der Belegschaft erklärt haben will — kommen wir. Persönlich, vor Ort, in einer BR-Versammlung. Beantworten die Fragen, die kommen. Auch die unbequemen.
Wir nehmen keine Mandate an, deren erklärtes Ziel Personalabbau durch KI ist. Wir arbeiten mit Mittelständlern, die ihre Belegschaft erhalten und entlasten wollen — nicht ersetzen.
Konkret. Die fünf Punkte sind so im Standard-Retainer-Vertrag und im AVV-Anhang B. Wer sie umgehen will, bekommt von uns keinen Vertrag.
Die häufigste Frage, die wir aus Belegschaften hören, ist: „Macht das uns überflüssig?" Eine ehrliche Antwort verdient eine ehrliche Position. Wir geben sie hier — und tragen sie auch in jeder BR-Versammlung vor.
Was wir tun, was wir nicht tun:
Wenn diese Position für deinen Anwendungsfall nicht passt — wir sind nicht der richtige Anbieter. Das ist ehrlich gemeint, kein rhetorischer Trick.
Damit der Betriebsrat nicht bei Null anfangen muss. Eine Muster-Betriebsvereinbarung zur KI-Einführung mit den oben dokumentierten Klauseln — anonymisierte Aggregate, klare Zweckbindung, Sign-Off-Verantwortlichkeit, Beschwerde-Verfahren.
BV-Template lesen (v0.1, Draft)Hinweis: Diese BV-Vorlage v0.1 ist ein erster Aufschlag, kein juristisch finales Dokument. Vor Inkrafttreten bitte mit eurer Sozietät / der zuständigen Gewerkschaft prüfen lassen. **Roadmap zu v1.0 (juristisch final):** geplant Q3 2026 nach erstem produktiven Mandat mit Betriebsrat. Wir lassen die Vorlage dann durch eine arbeitsrechtlich spezialisierte Sozietät und die IG-Metall-Rechtsabteilung gegenprüfen — Updates auf dieser Seite werden mit Datum gekennzeichnet.
Drei Phasen, in jeder ist der Betriebsrat dabei. Wenn ein Anbieter dir das nicht zeigen kann, bekommt ihr eine schlechte Einführung.
Erstgespräch zwischen GF und uns — danach Vorstellung der Methode beim Betriebsrat, BEVOR irgendetwas unterschrieben wird. BR-Vorbehalt im Erstvertrag.
Erste Tools werden gemeinsam mit dem BR ausgewählt. Bei Hochrisiko-Anwendungen (EU-AI-Act Annex III) bekommt der BR die Klassifikation vor Produktiv-Schaltung. Schulungen für die Belegschaft freiwillig, nicht sanktioniert.
Quartals-Reviews mit anonymisierten Team-Aggregaten — der BR bekommt dieselben Reports wie die GF. Bei neuen KI-Anwendungen erneute BR-Konsultation. Bei Konflikten: gemeinsamer Termin mit BR + Gewerkschafts-Sekretär:in, wenn gewünscht.
Bei Anwendungen, in denen Mitarbeiter-Daten verarbeitet werden, gilt die strengere Hosting-Klasse — keine US-Cloud-Defaults, keine Schatten-IT-Bahnen.
Was das konkret heißt:
KI im Mittelstand wird die nächsten Jahre prägen, wie Arbeit aussieht. Wir glauben: das geht besser, wenn Anbieter und Gewerkschaften früh miteinander reden — statt im Streitfall. Wenn ihr mit uns über KI-Standards im Mittelstand sprechen wollt, meldet euch.
Dialog-Termin anfragenNein. Der Sign-Off dokumentiert unsere Qualitätskontrolle — er ersetzt keine Betriebsvereinbarung nach § 87 BetrVG. Beide Mechanismen ergänzen sich: der Sign-Off zeigt, wer auf unserer Seite verantwortet, die BV regelt die Beteiligung auf eurer Seite.
Nein. Der Sign-Off-Reviewer ist eine Person aus UNSEREM Team, nicht aus eurer Belegschaft. Eure Mitarbeitenden tauchen im Sign-Off nicht namentlich auf.
Wir nehmen das Mandat nicht an. Das ist nicht verhandelbar. Falls ihr einen solchen Anbieter-Pitch erlebt, der das versteckt: schickt uns eine kurze Mail, wir teilen unsere Bewertungs-Kriterien gerne.
Ja. Erste BR-Einführung (45-90 Min) zu Funktionsweise, Datenschutz-Aspekten, EU-AI-Act ist Bestandteil jedes Mandats — kostenfrei, vor Ort oder remote. Folge-Schulungen je nach Bedarf.
Dann reden wir. Die DSB-Freigabe ist eine Voraussetzung, kein Schlusspunkt. Wenn Mitbestimmungs-Bedenken bestehen, klären wir die getrennt — mit der GF, dem BR und ggf. der zuständigen Gewerkschaft.
Pro Mandat: ja. Im Mandanten-Portal kann der BR Zugang zu den anonymisierten Team-Aggregaten und der Risk-Class-Statistik pro Output bekommen. Konkrete Mandanten-Inhalte unterliegen Verschwiegenheit.
Wir kommen zu eurem nächsten BR-Termin und stellen uns vor — kostenlos, ohne Verkaufsdruck. Oder wir reden zuerst mit der GF und planen die BR-Einbindung gemeinsam.