Governance ist keine Mappe. Sie ist ein Betriebszustand.

Der Nachweis entsteht in Ihrer Wertschöpfung. Jede Freigabe, jede Messung, jede Abschaltung ist ein Eintrag — am Ende legen Sie vor, was ohnehin passiert ist.

Vier Dinge, die Sie vorlegen können

Keine Ordner, keine Policy-Sammlung. Vier Artefakte, die im Arbeiten entstehen und die Sie im Audit, beim Beirat oder gegenüber dem Versicherer auf den Tisch legen.

KI-Inventar, inklusive Schatten-KI

Was in Ihrem Haus tatsächlich läuft – auch das, was nie beantragt wurde.

Betriebsakte je Anwendung

Owner mit Namen und Nummer, Autonomiestufe, Konfidenzschwelle, Eskalationspfad, Abschaltbefugnis, Vertretung. So sieht sie aus.

Human-Oversight-Nachweis

Freigaben, Reviewer, Wirkungsmessung – dokumentiert im Livebetrieb statt als nachgeschriebenes Gutachten. Der Audit-Trail entsteht beim Arbeiten.

Vorfallregister mit Nullmeldungen

Auch „nichts passiert" ist ein Eintrag. Dazu der Jahresbeleg „Wer war zuständig", eine Seite je Anwendung.

Warum das ein Zustand ist und kein Dokument

Eine Mappe ist am Tag ihrer Fertigstellung korrekt und danach jeden Tag ein bisschen weniger. Ein Betriebszustand hat einen Takt – und der ist überprüfbar.

Alle zwei Wochen Messpunkt je Vorhaben
Was hat sich bewegt, was ging stattdessen vor, was ist der nächste Schritt.
Monatlich Schwellen-Review
Stimmen Konfidenzschwellen und Autonomiestufen noch mit dem, was die Anwendungen tatsächlich tun?
Quartalsweise Nacharbeit gemessen
Wie viel musste ein Mensch korrigieren. Die Zahl, die zeigt, ob Vertrauen berechtigt ist.
Jährlich Zuständigkeitsbeleg
Eine Seite je Anwendung: wer war zuständig, was ist passiert, was wurde entschieden.

Vier Zusagen, die einzeln wenig heißen. Zusammen sind sie der Unterschied zwischen „wir haben eine Richtlinie" und „wir können jederzeit zeigen, wer wofür geradesteht".

Ein Agent ist ein Mitarbeiter ohne Personalakte

Die Frage „wer darf stoppen" gilt inzwischen doppelt. Ein KI-Agent handelt, nicht nur vorschlagend – er ruft Werkzeuge auf, schreibt in Systeme, löst Vorgänge aus. Was bei einem neuen Mitarbeiter selbstverständlich ist, fehlt bei ihm meistens: eine Rolle, ein Zuständiger, ein Ablaufdatum.

Wer darf einen laufenden KI-Agenten stoppen, und woran würden Sie merken, dass er etwas Falsches tut?

Das Agenten-Register beantwortet das: wer darf was, in welchem System, mit welchen Rechten – und mit Ablaufdatum. Rechte, die niemand verlängert, laufen aus. Das ist der Unterschied zwischen einem Register und einer Liste.

KI-Kompetenz ist nicht verschoben worden

Rechtslage in einem Absatz (Digital Omnibus, VO (EU) 2026/1744): Die Hochrisiko-Pflichten aus Anhang III sind auf den 02.12.2027 verschoben, eingebettete Systeme auf den 02.08.2028, und die KI-Kompetenz-Pflicht ist auf „fördern" abgeschwächt. Nicht verschoben ist die Transparenzpflicht aus Art. 50. Wer Ihnen heute mit dem nahenden Hochrisiko-Stichtag Druck macht, hat die Verordnung nicht gelesen.

Abgeschwächt heißt nicht weg. Wer KI einsetzt, muss dafür sorgen, dass die Leute, die damit arbeiten, sie verstehen – und das ist ohnehin die Voraussetzung dafür, dass ein Vorhaben trägt. Eine Belegschaft, die dem System nicht widersprechen kann, kann es auch nicht beaufsichtigen.

Wo meine Arbeit aufhört

Ich sage Ihnen nicht, ob Ihre Anwendung unter Anhang III fällt. Das ist Rechtsberatung im Einzelfall, und die macht Ihr Anwalt. Ich bereite die Unterlagen vor, mit denen er klassifiziert – vollständig, geordnet und mit dem Betriebswissen, das er sonst mühsam zusammensuchen müsste.

Ebenso: keine Zertifizierung, keine Behördenvertretung, keine Betriebsvereinbarung als Rechtsdokument. Die Betriebsvereinbarungs-Vorlage ist ein Textbaustein für Ihre Verhandlung, kein Vertrag.

Was der Betriebsrat davon hat, steht auf Verantwortung – mit vier Sätzen, die auch im Retainer-Vertrag stehen und nicht nur auf der Website.

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Business-Case-Session: Ich rechne mit Ihnen ein konkretes Vorhaben aus Ihrem Haus durch.

500 € · wird bei Retainer-Start angerechnet

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